„Ein neuer Anfang“ (ab 2006)
Oberliga Südwest (2006/2007)

Angekommen in der vierten Liga versuchte man mit neuer Besetzung (Trainer Roland Seitz und sportlicher Leiter Adnan Kevric wurden mit ins Boot geholt) und einer vollkommen neu formierten Mannschaft den direkten Wiederaufstieg in die Regionalliga Süd zu schaffen. Doch der Abgang von Roland Seitz, der ein Angebot aus der zweiten Liga annahm, konnte nicht kompensiert werden. Sowohl Marco Pezzaiuoli, als auch Adnan Kevric und Herbert Herres konnten die junge Truppe nicht wieder zurück auf die Erfolgsstraße bringen.
Mit Werner Kartz als sportlicher Leiter und Werner Weiß als neuer Trainer soll in der kommenden Saison mindestens der vierte Platz und damit die Qualifikation zur neuen Regionalliga geschafft werden. Tatkräftig unterstützt werden sie hierbei auch vom neu formierten Vorstand Alfons Jochem, Ernst Wilhelmi und Harry Thiele. Denn eins ist sicher, ein Traditions-Verein wie Eintracht Trier wird alles tun, um in Zukunft wieder sportliche Erfolge, zusammen mit seinen den Fans feiern zu können!
Oberliga Südwest/Saison (2007/2008)
Der neu verpflichtete Trainer Werner Weiß erwies sich nach der turbulenten letzten Spielzeit als der richtige Mann am richtigen Ort: Die Eintracht kam unter dem Saarländer zu Beginn der Saison zu acht Siegen aus acht Spielen. Damit war der Grundstein für eine erfolgreiche Oberliga-Runde gelegt. Und in der Tat: Einigen (kleinen) Schwächephasen zum Trotz gelang dem SVE 05 bereits ein Spieltag vor Schluss die angestrebte Regionalliga-Quali: Am 24. Mai wurde vor über 3500 Zuschauern im Moselstadion mit dem 5:0 über Bad Kreuznach bereits ein Spieltag vor Schluss alles klar gemacht, am Ende belegte die Eintracht Platz vier. Das Double wurde mit dem Rheinlandpokalsieg perfekt gemacht: Am 4. Juni gab es vor rund 2000 Zuschauern in Salmrohr ein 2:0 nach Verlängerung über die Zweitliga-Reserve der TuS Koblenz. Seit Mai 2008 amtiert der aktuelle Vorstand – mit Ernst Wilhelmi, Harry Thiele und Robert Bläsius als gleichberechtigtem Dreierteam.
Regionalliga West/Saison (2008/2009)
Wichtige Personalentscheidung: Obwohl der Verein nicht gerade auf Rosen gebettet war, wurde mit dem früheren Eintracht-Spieler Reinhold Breu erstmals ein hauptamtlicher Jugendkoordinator verpflichtet, der schnell (neue und nachhaltige) Strukturen schaffen sollte. In der neuen Regionalliga West lief es für die Mannschaft zu Beginn gar nicht rund. Nach 0:7 Toren aus drei Spielen und nur einem mageren Punkt wurde der glücklose Trainer Werner Weiß beurlaubt. Anfang September dann der Paukenschlag: Die Verantwortlichen konnten Mario Basler von der TuS Koblenz loseisen und ihn zunächst als Cheftrainer und wenige Wochen später nach dem Abgang von Werner Kartz zudem als Sportlichen Leiter gewinnen.
Der langjährige Bundesligastar und 30-fache Nationalspieler führte den SVE schnell aus dem Tabellenkeller. Als Elfter ging die Eintracht in die Winterpause.
Auch in der Rückserie lässt die Eintracht unter Basler nichts mehr anbrennen und hat schon Wochen vor Saisonschluss den Klassenverbleib gesichert. In der Abschlusstabelle belegt der SVE mit 41 Punkten und einem Torverhältnis von 37:51 den 13. Platz. Im Finale um den Bitburger-Rheinlandpokal gelingt am 10. Juni im Polcher Maifeldstadion ein hart erkämpftes 2:0 nach Verlängerung gegen den Oberligisten SV Rossbach/Verscheid. Zum „Pokalhelden“ vor 2400 Fans avanciert Gustav Schulz mit seinen beiden Treffern. Damit gelingt dem SVE insgesamt der neunte Cup-Sieg und der dritte in Serie.
Regionalliga West/Saison (2009/2010)
Nur sieben Siege, acht Remis und nicht weniger als 19 Niederlagen standen am Ende der Saison 2009/10 für den SVE 05 in der Regionalliga West zu Buche – 18. und letzter Platz. Abstieg! Jedoch nur sportlich. Da mit Waldhof Mannheim, dem Bonner SC und Rot-Weiss Essen gleich drei Klubs die wirtschaftlichen Bedingungen für die neue Runde nicht erfüllen konnten und beim Lizenzierungsverfahren durchs Sieb fielen, konnte im Lager der Blau-Schwarz-Weißen wenige Tage nach dem Saisonfinale gegen den 1. FC Kaiserslautern II (0:3 am 29. Mai) doch noch der Klassenverbleib gefeiert werden.
Drei Trainer verschliss der SVE in jener Saison. Unter Basler wurde zunächst nicht nur rauschenden Feste im DFB-Pokal gefeiert (nach Erfolgen über Bundesligist Hannover 96, 3:1 und Zweitligist Arminia Bielefeld, 4:2 nach Verlängerung schied man erst im Achtelfinale gegen den 1. FC Köln, 0:3, aus), sondern auch in der Liga lief es anfangs gut bis sehr gut: Zweiter Platz nach acht Runden, siebter Platz nach der Vorrunde.
Als im ersten Match nach der Winterpause Fortuna Düsseldorf II leicht und locker mit 3:0 im Moselstadion triumphieren konnte, wurde Basler beurlaubt. Den Abwärtstrend konnten auch der aufgerückte Nachwuchskoordinator Reinhold Breu und ab Mitte April auch Roland Seitz nicht mehr stoppen. Ganze vier Remis waren die Positivausbeute in der Rückrunde. Immerhin durfte noch über den vierten Sieg im Bitburger-Rheinlandpokal gejubelt werden. Auf neutralem Platz in Emmelshausen gab es ein 2:1 gegen den Rheinlandligisten SpVgg Burgbrohl.
Regionalliga West/Saison (2010/11)
Lag der SVE Ende der 2009/10er Saison noch gänzlich am Boden und war eigentlich als Tabellenletzter sang- und klanglos aus der Regionalliga abgestiegen, schaffte Cheftrainer Roland Seitz im Jahr danach die vollkommene Wende. Der fast komplett generalüberholte Kader startete nach einer sehr gelungenen Vorbereitungsphase, in der man viel Selbstvertrauen tanken konnte, durch. Phasenweise rangierte der Traditionsklub von der Mosel sogar auf Platz eins. Unterm Strich musste man aber Preußen Münster, das über deutlich mehr finanzielle Mittel als die Trierer verfügte, den Vortritt lassen. Aber auch die Vizemeisterschaft (mit 62 Punkten) und der Sieg im Rheinlandpokal am 25. Mai erfüllten alle mit großem Stolz. Der Cup-Sieg war mehr als nur das i-Tüpfelchen unter eine starke Saison, in der der mit 15 Treffern erfolgreichste Torschütze Alban Meha (ging zum Zweitligisten SC 07 Paderborn) der alles überragende Mann auf Trierer Seite war. Schließlich wurde vor der Prachtkulisse von 4659 Zuschauern im Moselstadion der alte Rivale TuS Koblenz noch dazu sehr verdient mit 2:0 aus den Angeln gehoben. Der Pokalsieg brachte der wirtschaftlich nicht gerade auf Rosen gebetteten SVE auch Garantieeinnahmen von 150.000 Euro, die durch den Einzug in die erste Hauptrunde um den DFB-Pokal generiert werden können.































